Bürgerbeteiligung am Ortsentwicklungskonzept ausdrücklich erwünscht

Wie könnte die Gemeinde Weddelbrook in fünf, zehn oder gar zwanzig Jahren aussehen? Antworten auf diese Frage und konkrete Gestaltungsvorschläge soll ein so genanntes Ortsentwicklungskonzept noch in diesem Jahr liefern.

Informationen aus erster Hand gibt es in der Einwohnerversammlung am Donnerstag, 16. Februar, ab 19.30 Uhr in Wolters Gasthof. Zu dieser Veranstaltung lädt die Gemeinde ein.

Die Gemeindevertretung nominierte als Maßnahmenbetreuer Bürgermeister Stefan Gärtner, Heino Früchtenicht (Vorsitzender TSV Weddelbrook), die Gemeindevertreter Peter Kay, Jens Vogel und Carsten Schweder sowie die Bürger Norbert Wienck, Torben Karstens-Block und Jörn Knüppel.

Mitte Januar fand das Auftaktgespräch mit Vertretern des
beauftragten Planungsbüros BCS STADT + REGION (Lübeck) statt. Neben einer Bestandsanalyse zu Weddelbrooker Entwicklungsmöglichkeiten wird das Planungsbüro eine umfassende Bürgerbeteiligung starten, bei der alle Bewohner:innen ihre Wünsche und Ideen einbringen können.

Märchenhafte Senioren-Weihnachtsfeier

Auf der von der Gemeinde veranstalteten Weihnachtsfeier für Senioren aus Weddelbrook und Mönkloh traten die Zwillingsschwestern Jessica und Nicole Stellbrink als professionelle Erzählerinnen auf. Die beiden Hamburgerinnen schafften es, mit wenig Requisiten, dafür aber mit umso mehr facettenreicher Mimik und Gestik sowie ihren ausdrucksstarken Stimmen, teilweise auch mit Gesang und feinen Klanginstrumenten, ihr Publikum gedanklich in die Welt der Märchen und Sagen zu führen.

Nicht der Fantasie entsprungen, sondern leckere Realität waren auf dem Saal in Wolters Gasthaft der servierte Grünkohl, die Bratkartoffeln samt Wurst/Fleischplatten.

Zum Programm gehörte auch besinnliche Worte von Pastorin Petra Fenske zur Vorweihnachtszeit. Zudem sang die Seelsorgerin mit den Senioren ein Weihnachtslied.

Neues Holzkreuz am Denkmal

Sechs Meter großes Symbol für den Frieden

Im Rahmen der traditionellen Andacht zum Volkstrauertag wurde neben dem Weddelbrooker Ehrenmal das neue Holzkreuz als Symbol des Glaubens, der Erlösung und des Friedens gewürdigt

Weddelbrook. Eine Abordnung der Weddelbrooker Feuerwehr war angetreten,  zudem verfolgten zahlreiche Besucher die Andacht. Zunächst legten Vertreter von Gemeinde, Feuerwehr und Sportverein Kränze am Denkmal nieder, danach gedachten Bürgermeister Stefan Gärtner und Pastorin Petra Fenske von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Bramstedt aller Toten von Krieg und Gewaltherrschaft weltweit. Der staatliche Gedenktag – immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent – wird in Deutschland seit 1919 begangen, eingeführt durch den im selben Jahr gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ursprünglich ging es darum, Solidarität mit den Hinterbliebenen der Opfer des Ersten Weltkriegs zu zeigen. Seite Ende der 1980er Jahre wird allgemein der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus gedacht, ebenfalls der bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr gefallenen deutschen Soldaten. 

In der Andacht in Weddelbrook wurde auch daran erinnert, dass der russische Angriffskrieg auf die Ukraine tagtäglich Menschenleben fordert und viel seelisches Leid verursacht.

]Neben der Trauer über Krieg und Katastrophen dürfe es aber auch Hoffnung und Freude über gute Nachrichten geben, meinte Bürgermeister Stefan Gärtner und nannte das neue sechs Meter hohe Holzkreuz als Beispiel dafür, wie friedfertiger Gemeinsinn Gutes bewirken kann.

Schon lange hatte die Gemeinde das alte Holzkreuz, 1953 errichtet und deutlich in die Jahre gekommen, ersetzen wollen, das Vorhaben aber immer wieder aufgeschoben. Als ein Waldstück im Lietholz neu aufgeforstet wurde, entdeckte Gemeindevertreter und Baumexperte Jens Vogel eine geeignete Eiche, die ohnehin gefällt werden musste. Familie Redecker, Eigentümerin der Waldstücks, schenkte der Gemeinde den tonnenschweren Baumstamm. Im Großenasper Sägewerk  Holtorff wurde die Eiche in Form gebracht, um danach  in der Maschinenhalle von Weddelbrooks Alt-Bürgermeister Peter Boyens den letzten Schliff und einen Witterungsschutz zu erhalten. Gemeindearbeiter Sören Meyer-Hagedorn und Abiturient Thole Zeeh waren etliche Stunden damit beschäftigt. Der örtliche Metallbaubetrieb Voß sorgte für eine Abdeckung am oberen Ende des Kreuzes und erneuerte die Halterung am Boden neben dem Ehrenmal. Landwirt Björn Köhler stellte seinen Teleskoplader zur Verfügung, damit das schwere Kreuz mit Maschinenkraft aufgestellt werden konnte. „Ich hoffe, es wird die nächsten hundert Jahre halten“, sagte Bürgermeister Stefan Gärtner und dankte allen Beteiligten für deren vorbildlichen Einsatz.