Geschichte

Der Name Weddelbrook stammt aus altsächsischer Zeit und steht für ein Gebiet, in dem über eine Furt durch einen Bruch gelangt werden kann.  “Weddel” bedeutet dabei waten und “brook” – “Bruch” ist ein sehr morastiges und nasses Gelände und war vermutlich das heutige Wiesen- und Weideland nördlich des Dorfes. Der Straßenname “Weddelbrooker Damm” zwischen Weddelbrook und Hitzhusen weist heute noch hin auf die Furt durch den Bruch im Norden von Weddelbrook. Das Dorf selbst lag auf einem Altmoränenzug und erstreckte sich vorwiegend entlang der jetzigen Wrister Straße.

1322 wird der Ort das erste Mal in einer Urkunde erwähnt, in der Graf Gerhard III. von Holstein seine Einnahmen aus dem Dorfe Weddelbrook an das Kloster Itzehoe verpfändete.

Im 16. Jahrhundert hatte die Gemeinde vier Hufen* und fünf Katen**. Mehr als die Hälfte gehörte davon dem Kirchspielvogt aus Bramstedt, aus dem später das Bramstedter Gut entstand.

100 Jahre später kaufte König Christian IV. von Dänemark das Gut und schenkte es seiner Geliebten Wiebke Kruse. Der Besitz wurde dadurch abgerundet, indem alle Weddelbrooker Einwohner dem Gut Bramstedt untertänig gemacht wurden. Die Steuern und Dienste waren zeitweilig so unerträglich, dass die Hälfte der Bauernstellen aufgegeben worden sind. Erst nach der Auflösung des Bramstedter Gutes 1874 wurde Weddelbrook wieder eine selbständige Gemeinde.

In den letzten hundert Jahren gab es eine recht wechselhafte Geschichte. Im preußischen Regierungsbezirk Schleswig war Weddelbrook ein Amtsort mit einem Gemeindebüro für mehrere Gemeinden. In diese Zeit fällt auch die Gründung eines nichtadeligen Gutes im Dorfe. Reiche Industrielle aus Elmshorn, Hamburg oder Hannover wechselten sich im Besitz dieses Hofes ab. Mit der Parzellierung am Anfang des Jahrhunderts und in den dreißiger Jahren fanden in Weddelbrook viele neue Siedler eine neue Aufgabe und Heimat.