Was liegt es näher, als den Weddelbrooker Mühlenteich auch für den Angelsport zu nutzen. Man kann nur vermuten, dass bereits schon im 18.Jahrhundert der Teich, als Energiequelle für die Mühle, ein lohnendes Ziel gewesen sein muss, die Angelrute auszuwerfen. Allerdings kann man weiterhin annehmen, dass dies sicherlich strafbar war und als Wilderei angesehen wurde.
Schon 1755 war der Teich ausreichend mit Fisch besetzt worden, so dass er auch Gegenstand war bei einem Verkaufsangebot des Bramstedter Gutes.
Vergrößert auf die heutige Fläche (4,5 ha) wurde der Teich bereits in den 60iger Jahren des 19.Jahrhunderts.
Anfang der 1960ger Jahre des letzten Jahrhunderts wuchs der Wunsch einer Gruppe von Anglern, den Teich für ihren Sport zu nutzen. Die Gemeindevertretung kündigte den damaligen Pachtvertrag und stellte ihn der "Angler-Gemeinschaft Weddelbrook" zur Verfügung.
Leider war der Teich ohne Fische, da der alte Pächter ihn natürlich leer gefischt hatte.
Die Anglergemeinschaft sorgte aber schnell wieder für Besatz, so dass heute neben Aal und Karpfen auch Hechte, Barsche und andere heimische Fische zu finden sind. Leider ist der Versuch, die Forelle im Teich anzusiedeln, damals nicht mit Erfolg gekrönt worden. Inzwischen hält sich aber neben dem Zander auch die Forelle im See.
Heute sind etwa 35 Miglieder in der Gemeinschaft, die eigenverantwortlich die sportlichen Aktivitäten und den Besatz mit Fischen organisieren. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde sorgen wir für die Pflege des Sees und seiner Umgebung u.a. auch durch das Ablassen des Teiches, das in der Regel alle 5 Jahre erfolgen sollte.
Es ist noch gar nicht so lange her, da entstanden viele Anekdoten aus den verbalen Plänkeleien zwischen der Anglergemeinschaft und dem Müller Wrage, der der Gemeinschaft aus mehreren Gründen nicht besonders wohlgesonnen war.

