Vier auf einen Streich
Wie spannend und immer wieder überraschend die Raubwildjagd sein kann, zeigte die Baujagd im Revier Weddelbrook des Hegeringes zwei Wochen zuvor. Dort waren 5 Waidkameraden bei trockenem Wetter mit der kleinen Dackeldame Jana und dem DD Gunnar unterwegs, um die Kunstbauten des Reviers zu kontrollieren. Gleich beim zweiten Bau zeigte der Hund deutlich an und alle warteten gespannt, dass der Fuchs springe. Er luckte aus der Röhre, verschwand wieder darin, um kurz darauf ganz aus der Röhre zu treten und jedoch dort zu verharren. Der Hundeführer beschoss den Fuchs, welcher dann zurück in den Bau wollte, wo jedoch der Teckel ein stückweit drinnen saß, sodass lediglich noch die Lunte herausschaute. Schnell war der Revolver zur Hand und der Fangschuss angetragen. Der Teckel strebte jedoch gleich wieder in den Bau und verbellte einen weiteren Fuchs.
Der zweite Fuchs, von dem vorherigen Radau gewarnt, schaute zwar mehrmals aus dem Bau, wollte aber nicht springen. Also fingen zwei der Waidkameraden an zu buddeln, um die Kessel freizulegen und Unruhe im Bau zu stiften. Nach einigem Graben verlor der Fuchs dann die Nerven, sprang und lag im Knall. Der Hund jedoch verblieb im Bau und zeigte weiter an. Kurz darauf sprang der dritte Fuchs, wurde mehrfach beschossen, kam aber durch einen beherzten Sprung davon. Der sogleich geschnallte DD Gunnar folgte sichtlaut und zeigte den entkommenen Fuchs eine Koppel weiter in einem Naturbau unter einem Knick zuverlässig an. Inzwischen jedoch hatte der Teckel Jana weiterhin zu tun, denn Fuchs Nr. 4 wollte nun partout nicht mehr springen. Mit reichlich Mühe und gutem Gerät gelang es dann schließlich doch noch, ihn aus der Röhre zu treiben. Auch er lag im Knall. Da lagen dann eine Fähe und zwei Rüden von ansehnlicher Größe. Nun galt es den Beschossenen ebenfalls zu strecken.
Also ging es mit Spaten, Spitzhacke und Schaufel zum Naturbau. Der Teckel zeigte – angeleint – lediglich die Richtung an, wo der Einschlag stattzufinden hatte. Nach erneutem Fleiß wurde auch der letzte des Fuchsquartetts mit dem Revolver gestreckt und zu den anderen auf die Strecke gelegt.
Bei Kaffee und Kuchen klang dieses ungewöhnliche Waidmannsheil gemütlich aus, denn alle waren sich einig, Dianas Geduld nicht zu sehr zu beanspruchen und anderen Bauten wie Buschhaufen ein anderes Mal zu untersuchen.


















