Jagdgemeinschaft - Treibjagd 2005
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Jagdgemeinschaft

Mitte November fand wie immer die traditionelle, große Hasentreibjagd in der Jagdgemeinschaft Weddelbrook statt. Bei bestem Jagdwetter und guten äußeren Bedingungen stiegen die Erwartungen der Jagdteilnehmer bzgl. der Endstrecke. Etwa 35 Schützen und mindestens ebensoviele Treiber sahen dem Tag gespannt entgegen.

Unterstützt von den Jagdhornbläsern begrüßte der Vorsitzende Peter Boyens die Jagdgesellschaft, wies auf die Sorgfaltspflicht und die Verantwortung der Jäger hin, gab die freigegebenen Wildarten an und lud zum letzten Treiben, dem abendlichen Schüsseltreiben bei Haxe und Sauerkraut ein.

Nachdem zum Aufbruch derJagd geblasen war, ging es in das erste Treiben. Die Jäger teilten sich nach Startnummern in gerade und ungerade Schützen und folgten dem jeweiligen Absteller. Die Frontschützen wurden an die Front des Treibens gefahren. Die Treiber folgten den Anweisungen der Obertreiber und wurden mittels Hasenwagen an die Ausgangsposition der Treiberwehr gebracht. Für den Erfolg der Jagd ist neben den guten Schützen eine gut aufgestellte Treiberwehr ausschlaggebend und so war das Bemühen der Treiber groß, in gleichen Abständen und einer Linie zu laufen.

Dem ruhigen Anfang der Jagd folgte ein hasenreiches Treiben nicht weit vor Mittag.

Gestärkt wurde sich zu Mittag mit Erbsensuppe am Lagerfeuer. Bei der Gelegenheit konnte auch der ein oder andere Treiber Bekleidungsstücke trocknen, die trotz zuvor ausgelegter Grabenplanken baden gegangen waren.

Gut gestärkt ging es in die Treiben am Nachmittag. Nachdem das letzte 'Hahn in Ruh' geblasen wurde und die Jagd somit vorbei war, zeigte sich auch Reinicke Fuchs flüchtig abgehend und bewies einmal mehr, warum er als schlau gilt. Am Ende lagen mit 50 Hasen und  5 Fasanhähne auf der Strecke. Diese wurden traditionell verblasen und dem Wild die letzte Ehre erwiesen. Zufrieden stellte der Jagdleiter den Erfolg der Jagd und den reibungslosen Ablauf fest und bedankte sich bei den Waidkameraden für die aufgebrachte Umsicht.

Auf dem letzten Treiben - dem Schüsseltreiben am Abend - gab es mit Haxe und Sauerkraut eine deftige Entschädigung für die körperliche Anstrengung des Tages.

Anschließend wurde der Jagdtag noch einmal in Worten zusammengefasst und der Jagdkönig sowie der erste und zweite Vize gekröhnt. Auch das am Morgen abgegebene Hasentoto wurde ausgewertet und  die Gewinner von je einem Hasen bekannt gegeben.

Dem Jagdgericht, bestehend aus Jagdköng, 1. und 2. Vize und einem wortgewandten Sprecher, oblag anschließend die Pflicht, große und kleinere 'Fehltritte' des Jagdtages 'gerichtlich' zu klären und den Täter zu überführen, sowie ihm eine gerechte Strafe zukommen zu lassen. Nach Klärung aller vorgefallenen Delikte und Verhängen der angemessenen Strafen klang der Jagdtag bei netten Gesprächen und frohem  Beisammensein aus.