Am Freitag, den 20. Januar 2006, gegen 07:50 Uhr ereignete sich auf der Glückstädter Straße (K 30) zwischen Weddelbrook und Mönkloh ein schwerer Verkehrsunfall.
Bedingt durch Schneematsch prallten zwei Autos, der VW-Golf eines 41-jährigen Mannes und der Mercedes einer 30-jährigen Frau, aufeinander.
Der VW Golf prallte mit großer Wucht in die Beifahrerseite des Mercedes.Der Mercedes rutschte in den linken Straßengraben und der VW rechtsseitig in den Knick.
Um 07:56 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Weddelbrook sowie die Freiwillige Feuerwehr Bad Bramstedt mit der Einsatzmeldung: „Schwerer Verkehrsunfall (VU), Glückstädter Str. Weddelbrook, Person klemmt (PKL)“ alarmiert.
Bereits nach knapp 5 Minuten rückte die Weddelbrooker Feuerwehr mit dem Feuerwehrfahrzeug LF8 und mehreren Privatfahrzeugen aus.
Um 08:04 Uhr trafen die ersten Feuerwehrkräfte am Unfallort auf der K 30 ein.
Der Einsatzleiter der FF Weddelbrook und der Abschnittsleiter der FF Bad Bramstedt erkundeten die Lage. Die 30-jährige Fahrerin des Mercedes war bereits befreit, der 41-jährige Golffahrer wurde in dem völlig zerstörten Fahrzeug schwer eingeklemmt. Die Einsatzfahrzeuge und Besatzungen der FF Bad Bramstedt wurden entsprechend ihrer taktischen Ausrüstungen eingeteilt und ihre Aufgaben zugewiesen. Die Fahrerin des Mercedes wurde mit dem RTW in das Krankenhaus Kaltenkirchen eingeliefert.
Die Unfallstelle wurde durch die FF Weddelbrook mit Flutlichtstrahler auf Stativen großflächig ausgeleuchtet. Außerdem wurde das Unfallfahrzeug mit der Kettensäge vom Knick freigeschnitten, um an den Verletzten zu gelangen und die Befreiung durchführen zu können.
Das hydraulische Rettungsgerät wurde zur Befreiung des eingeklemmten Fahrers durch die FF Bad Bramstedt in Stellung gebracht. In enger Abstimmung zwischen der Feuerwehr, der Notärztin und des Rettungsdienstes wurde die Befreiung des eingeklemmten Fahrers vorbereitet.
Dann konnte die technisch sehr aufwändige Befreiung anlaufen. Nach der Stabilisierung des Patienten wurden die Türen geöffnet und entfernt. Anschließend wurde das Dach vollständig abgenommen, um ungehinderten Zugang zum Patienten zu erhalten.
Die Arbeit der Feuerwehr musste mehrfach unterbrochen werden, um die medizinische Versorgung des Patienten durch den Rettungsdienst zu gewährleisten.
Mit Hydraulikzylindern und Stahlketten wurde der Unfallwagen auseinander gezogen sowie die Pedale abgesägt, um an die im Fuß- und Beinbereich eingeklemmten Extremitäten zu gelangen.
Um den Verunfallten so schonend wie möglich aus seiner Zwangslage zu befreien, wurde dann auch noch die Rückenlehne seines Sitzes abgetrennt.
Die durch Kraftstoff und Öl verschmutzten Fahrbahnen wurden mit Bindemittel abgestreut und wieder gereinigt.
Um 09:35 Uhr konnte der verletzte Fahrer mit vereinten Kräften aus seiner Zwangslage befreit werden und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Der Verletzte wurde in das Krankenhaus nach Hamburg St. Georg eingeliefert. Die Feuerwehr konnten mit dem Rückbau ihrer Gerätschaften beginnen und um 10.01 Uhr wurde die Unfallstelle an die Polizei übergeben.
Die K 30 war während der Rettungsarbeiten der Feuerwehr, sowie für die Bergung der Unfallfahrzeuge für über 2,5 Stunden voll gesperrt.
Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet.



