| 1872 | erste schriftliche Aufzeichnungen über die Brandbekämpfung im Dorf; gemeinsame Handspritze mit Hitzhusen |
| 1886 | Auflösung des Spritzenverbandes mit Hitzhusen |
| 1887 | Bau des ersten Spritzenhauses in Weddelbrook (Ecke Kastanienweg/Wrister Sraße) |
| 1889 | am 15.April beschließt die Gemeindeversammlung die Einrichtung einer Freiwilligen Feuerwehr |
| 1889 | 3.Juni die Gründungsversammlung der "Freiwilligen Feuerwehr Weddelbrook" |
| 1889 | am 27.Juni werden durch die Gemeinde die ersten Ausrüstungsgegenstände beschafft |
| 1892 | |
| 1893 | Kauf einer neuen Handspritze, die alte wurde nur noch als Wasserzubringer zum Brandherd genutzt |
| 1896 | erster Schlauchwagen |
| 1909 | 20-jähriges Stiftungsfest |
| 1924 | Kauf einer zweiten Spritze und von 4 Handfeuerlöschern |
| 1929 | 40-jähriges Stiftungsfest |
| 1933 | |
| 1934 | statt "Hauptmann" heißt der Leiter der Feuerwehr "Wehrführer |
| 1939 | |
| 1948 | |
| 1952 | |
| 1961 | Installation der Feuersirene auf dem Gerätehaus |
| 1967 | Kauf eines Löschfahrzeuges |
| 1985 | Kauf eines Löschfahrzeuges |
| 1996 |
Eine ausführliche Beschreibung der Entwicklung der Feuerwehr finden Sie in der Weddelbrook-Chronik von Jürgen Schüchler.
Hier einige Auszüge aus der Chronik:
"Über die Ursprünge des Brandschutzes im Dorfe haben wir keine Kenntnisse. Die ersten schriftlichen Unterlagen stammen von 1872. Damals gab es die sogenannte Pflichtfeuerwehr, manchmal auch Zwangsfeuerwehr genannt. Jeder männliche Dorfbewohner im Alter von 16 bis 60 Jahren war verpflichtet, bei Ausbruch eines Brandes zu helfen. Die Weddelbrooker besaßen mit den Hitzhusenern gemeinsam eine Handspritze, die zwischen den Dörfern am Weddelbrooker Damm stationiert war. Wann diese Druckspritze mit Handbetrieb angeschafft wurde, ist nicht bekannt.
Bei einem Feuerausbruch alarmierte der Nachtwächter mit seinem Horn die Bewohner des Dorfes. Diese griffen nach Ledereimer, Patsche, Haken und Leiter, die in jedem Haus vorhanden sein mussten. Jeder Hufner spannte Pferde vor seinen Wagen, auf dem sich eine große Waschtonne befand. Abwechselnd war immer eine Hufner verpflichtet, seinen Bottich mit Wasser gefüllt bereit zu halten. Während so das erste Wasser zur Brandstelle geschafft wurde, jagte gleichzeitig ein Gespann nach Hitzhusen, um die Spritze zu holen. An der Brandstelle stand die gefüllte Tonne für die Handspritze bereit. Acht Mann bewegten die Pumpenhebel, und der Spritzenkommandeur befehligte den Einsatz. Wasserträger bildeten von einer Schöpfstelle bis zu den hölzernen Bottichen lange Ketten, in denen die vollen Eimer von Hand zu Hand gingen, während die geleerten Eimer durch eine zweite, oft von Frauen und Kindern gebildete Reihe den Weg zurück nahmen. Da die damaligen Häuser viel Holz enthielten und mit Stroh und Reet gedeckt waren, brannten sie wie Zunder. Meistens musste man mit dem wenigen Wasser, das zur Verfügung stand, auf den Schutz der Nachbargebäude beschränken. Vom brennenden Haus rissen die Männer mit dreizinkigen Harken das Stroh und mit dem Feuerhaken die Dachlatten und Sparren herunter. Dann wurden diese abgelöscht. Nur selten konnte so ein brennendes Haus gerettet werden. Die Zeitspanne zwischen Feuerausbruch und Rettungseinsatz war zu lang, die Wasserzufuhr zu gering und der Einsatz der Männer zu wenig geübt. Wohl bemühte man sich, den Brandschutz ständig zu verbessern. Das Gemeindeprotokoll von 1872 gibt uns darüber erstmalig Auskunft: ......."
Wer mehr interessiert ist über die Geschichte der Entwicklung der Brandbekämpfung im Dorf, sollte sich die Dorfchronik zu Gemüte führen.